Wer bin ich?
Viele kennen mich aus meiner langjährigen Tätigkeit beim ZVEI. Ich bin ein Kind der Elektrobranche, als Elektroinstallateur in die Berufswelt gestartet, Elektrotechnik studiert, als Ingenieur in der Industrie gearbeitet, dann als Referent bei einem Verband in der Energiewirtschaft die Perspektive der Elektroinstallation aus EVU-Sicht erlebt, durfte ich dann beim ZVEI die strategischen Themen der EIS-Hersteller verantwortlich koordinieren und mitgestalten. Eine der vielfältigen Aufgaben war auch das Thema Produktdatenmanagement und ETIM. Rückblickend habe ich ab dem Jahre 2012 die strategische Kraft der ETIM-Klassifikation erkannt, als die digitale Vernetzung und die Online-Vermarktung fahrt aufnahmen.
Für was stehe ich?
Für Offenheit, kritische, proaktive Reflektion, Weiterentwicklung und WIN-WIN. Diese Attribute sind auch essenziell, wenn man die Digitalisierung von Prozessen umsetzen will.
Was will ich?
Wir werden auf kürzere Sicht „Embedded AI-Systems“ mit heute noch nicht vollstellbaren Use Cases erleben und die Grundlagen werden Klassifikationen, Ontologien, Semantik und Normen sein. Nur so werden die Prozesskosten-Potentiale für die Wirtschaft umsetzbar.
ETIM kommt vom Katalogdatenmanagement und ist heute die Grundlage für ein effizientes Sales- und Procurement-Management und wird die Trainingsbasis für KI-Systeme im Produktdaten-, Sales-, und Procurement-Management werden.
Diese Perspektiven waren für mich als langjähriger ETIM-Begleiter die Motivation nun in die Verantwortung zu gehen und den Prozess gemeinsam mit unserem Vorstand zu gestalten.
Welche Herausforderungen sehe ich?
Wir sollten als Organisation bei vielen Abläufen nun struktureller an komplexe und vielschichtige Themen herangehen. Denn ETIM kommt aus einer begrenzten Elektrowelt, hat aber heute fünf Branchen mit unterschiedlichsten Anforderungen und Produktwelten im Modell zu managen.
Alle nutzenden ETIM-Mitglieder zusammen sparen heute einen dreistelligen Millionenbetrag an Prozesskosten, weshalb wir pfleglich mit dem Geschaffenen umgehen müssen. Wir haben eine Verpflichtung, die hohe ETIM-Modellqualität zu erhalten und anderseits die Agilität der Prozesse sicherzustellen.
Trotzdem brauchen wir den Mut, die Modellentwicklungsgeschwindigkeit und die Umstellung von Releases nicht auf die Langsamsten im Markt auszurichten, sondern auf die Innovativsten. Denn der Markt, die Digitalisierung und der gesellschaftliche Wandel warten nicht auf den Langsamsten.
Weshalb bspw. ein international gleiches Datenaustauschformat wie XChange oder ETIM Dynamics mit einem API-basierten Webservice von hoher Wettbewerbsbedeutung für unsere Mitglieder sein wird. Hier gilt es mutig zu sein und irgendwann alte Formate abzulösen, denn ohne einen strukturierten und dynamischen Produktdatenprozess werden weder Hersteller noch Händler in zehn Jahren Ihr Geschäft profitabel gestalten können.
Abgesehen von der Rolle des Geschäftsführers, sehe ich mich als Integrator, Ansprechpartner, Unterstützer, der sein Wissensprofil mit denen unserer anderen Expertenprofile ergänzen und abrunden kann, denn Vereinsarbeit ist Teamarbeit!
Ihr Klaus Jung